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1. Inventionshorn nach Ignaz Lorenz, Linz:

Der Vergleich von Ignaz Lorenz Originalhörnern von ca. 1830 und Lorenz Nachfolger Hörnern fiel recht unterschiedlich aus, mit horrenden akustischen Fehlern im zylindrischen Bereich. Was mich aber bei allen bestochen hat, war der grundsätzliche Klang des Schallstückes. Irgendwie bekam ich immer wieder den Eindruck, dies sei der wahre Hornklang.

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Inventionshorn nach Ignaz Lorenz, Engelbert Schmid

Beschreibung meiner Ignaz Lorenz Kopie:

  • Verwendung: Ab Joseph Haydn, ideal für Wiener Klassik, bis Robert Schumann.
  • Stimmung: Von Hoch C bis Tief B (bei A=443Hz, A=430Hz und A=415Hz), Aufsteckbögen, zweierlei Stimmbögen.
  • Schallstück: Handgehämmert mit Kranz, oder angesetzt mit Kranz, dünnwandig, Schallstückdurchmesser 28cm.
  • Intonation, Ansprache: Die Korrektur der Intonationsmängel und Mensursprünge der Originale war kein Problem. Das Ergebnis ist eine bestechend klare Ansprache und reine Intonation, gut modulationsfähig mit der Hand.
  • Oberfläche: Alle hier vorgestellten 4 Naturhornmodelle empfehle ich mit der schönen historischen Patina, erreicht durch die Spezialmethode des "Feuerbedampfens".
  • Gewicht: 1000 g mit Es-Bogen.

2. Cor Solo:

Ein Schlüsselerlebnis war für mich eine Aufführung des Haydn (Rosetti?) Doppelkonzertes für 2 Naturhörner und (in diesem Fall modernes) Orchester. Circa 50% der Töne des l. Naturhornsolisten waren eigentlich nicht zu hören, sondern bestenfalls zu erahnen. Auch wenn dies teilweise am Bläser und Dirigenten lag, so ist es doch ein Beispiel dafür, daß beim Zusammenspiel mit modernen Instrumenten oder auch als Solist vor modernem oder historischem Orchester die historische Mensur von ca. 11mm oft zu schlank ist.
Die Lösung dafür ist mein Cor Solo, das keine Kopie eines historischen Vorbildes ist, sondern viele eigenständige Verbesserungen enthält.

Cor Solo

Cor Solo

Beschreibung meiner Cor Solo Version

  • Klang: In der Klangfarbe ähnlich den historischen Instrumenten, jedoch deutlich größer im Volumen.
  • Schallstück: Ähnlich der Lorenz-Kopie, handgehämmert mit Kranz oder angesetzt mit Kranz, Schallstückdurchmesser 28 cm, dünnwandig.
  • Bauart: Festes Mundrohr, Einsteckbögen in der Mitte. Mit nur 5 Bögen erreichen Sie alle Stimmungen von Hoch B bis Tief B in A=443 Hz, A=430 Hz und A=415. Innerhalb von Sekunden können Sie außerdem durch Einsetzen einer Maschine daraus ein 3-ventiliges B-Horn oder F-Horn machen.
  • Mensur: 12,0 mm im zylindrischen Bereich, festes Mundrohr für alle Stimmungen. Dadurch haben Sie ein Blasgefühl, das dem modernen Ventilhorn ähnlich ist, weniger Umstellungsprobleme und trotzdem weitgehend den Naturhornklang.
  • Intonation, Ansprache: Problemlos in allen Stimmungen. Die Schallbecherschweifung ist wie bei der Lorenz-Kopie sehr gut geeignet für die Stopftechnik.
  • Gewicht: 1.100 g mit Es-Bogen.
  • Ästhetik: Von der Formgebung her und handwerklich sind alle 4 hier vorgestellten Naturhornmodelle eine Augenweide, wie alle Engelbert Schmid Hörner.