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"kompakt"

Neue Mensur

"kompakt"

bei den Engelbert Schmid Hörnern

8 Jahren lang lag die Idee, mitsamt der Mathematik dahinter, schon in der Schublade, - jetzt hat Engelbert Schmid sie verwirklicht: Die neue Schallstückmensur "kompakt".

Das "kompakt" ist eine Alternative zu den wunderbar leicht und frei blasenden Mensuren "golden cut" (= mittel) und weit.

Die Mensur „kompakt“ bietet dem Hornisten, der dies wünscht, einen positiven Widerstand. Positiv bedeutet hier, dass der Widerstand überhaupt nicht von akustischen Fehlern kommt, sondern von der Art des Mensurverlaufes, - der absolut homogen nach mathematischen Kurven verläuft, aber einen leichten, gleichmäßigen Luftstau produziert. Freunde dieser Blasart mit etwas Widerstand fühlen darin folgende Vorteile:

- Positiver Widerstand ist wie eine angenehme Wand zum Anlehnen.

- Diese Wand gibt dem Hornisten Sicherheit und Standfestigkeit.

- Beim Pianissimo hat der Bläser schon einen gewissen Halt, - hat das Gefühl, nicht im leeren Raum zu schweben.

- Im Mezzoforte kann der Hornist schon früher einen Kern entwickeln, sodass er sich in der Horngruppe präsent fühlt.

- Ein früherer Kern kann dem Klang auch eine gewisse Tiefe verleihen.

- Im Fortissimo verhindert ein gesunder Widerstand, dass die Lippen anfangen können, unkontrolliert zu flattern, und der Ton deshalb sozusagen „zerbricht“. Das Fortissimo bleibt kompakt.

Viele Hornisten suchen ein knackiges, stabiles Horn, das in ihre Umgebung passt! Das „kompakt“ hat die dafür notwendigen Schlüsseleigenschaften:

1. Ein Instrument für stabiles, sicheres, präzises, klares Hornblasen.

2. Ein kompakter, knackiger Hornsound, mit dem man sich durchsetzen kann.

3. Eine extrem große Dynamik von sicheren pp bis zum stärksten ff.

4. Ein höchst effizientes Instrument, das Kraft gibt bis zum letzten Ton eines anstrengenden Konzertes.

5. Ein Instrument, das sich extrem gut in bereits bestehende Horngruppen einfügt.

Das sind die Faktoren, - die den angehenden Profi ein Probespiel gewinnen lassen, - die ihn in seiner Position im Orchester dauerhaft stark machen!

Das alles zusätzlich zu den bei Engelbert Schmid Hörnern bekannten Vorteilen wie:

- Umstimmbarkeit auf H-Horn,

- schnellere Ventile,

- bessere Bindungen,

- ausgetüftelte Intonation inklusive sehr gut verwendbarer 10. Naturtöne,

- ergonomisch ganz natürlich in der Hand liegend.

Selbstverständlich ist die „kompakt“ Mensur bei allen Hornmodellen realisierbar!

Doppelhorn kompakt von Engelbert Schmid

Zur optischen schnellen Unterscheidung haben die „kompakt“ Modelle vergoldete Schraubdeckel und einen Ring aus Goldmessing bei der Mundstückaufnahme.

!„kompakt“! Die kompakte Antwort auf geballte Herausforderungen!

Engelbert Schmid GmbH, Bellerweg 3, D-86513 Mindelzell, Tel. +49(0)8282 890412, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.engelbert-schmid-horns.com

Nickelfreies Horn

Hörner enthalten Dutzende von Neusilberteilen. Neusilber enthält zwischen 12 und 18% Nickel, der Rest ist Kupfer und Zink, kein Silber. Bei Verwendung des Neusilbers in Drehqualität sind ungefähr 3% Blei beigemischt. Nebenbei: Bei Engelbert Schmid Hörnern enthält das Neusilber der Züge und der Ventilbüchsen kein Blei. Die Anwendung von Neusilberteilen ist sehr praktisch, da diese Legierung sehr stabil, dauerhaft und mit 3% Blei leicht zu drehen ist. Und die Farbe passt zu allen anderen Legierungen, zu Messing, Goldmessing und Sterling Silber. Doch der Anteil an Nickel kann dem Hornisten das Hornblasen zur Hölle oder sogar unmöglich machen., wenn der Hornist eine Nickelallergie hat, die nicht selten vorkommt. Wahrscheinlich wissen viele Hornisten nicht, dass ihre allergische Reaktion vom Nickel in ihrem Instrument kommt. (Vorwort von Engelbert Schmid)

Martin LarsMartin Gottschalk (Solohornist „Sondeiyllands Symfoniorkester) interviewt seinen Kollegen Lars Kristiansen (2. Horn S.S.) und den Hornbauer Engelbert Schmid: 

G zu K: Wie ernst waren Deine Probleme mit der Nickelallergie?

K: Sie fingen an sehr ernst zu werden, aber ich hörte rechtzeitig mit dem Hornspielen auf. Ich habe eine Nickelallergie seit ich 12 bin. Ich bemerkte es, weil ich keine Halskette tragen konnte.

Als ich mit 15 mit dem Horn anfing, hatte ich die ersten Jahre keine Probleme. Soweit ich mich erinnere war ich um die 20 als ich an meinen Fingern vom Schallbecher reagierte, da dort der Lack abgenutzt war...und ich spielte die ganze Zeit auf einem Neusilberinstrument. Die nächsten Jahre benutzte ich Fingerhandschuhe was wirklich gut funktionierte, doch mit 31 traten nach und nach viele allergische Reaktionen auf. Ungefähr jede dritte Woche hatte ich offene Stellen in meinem Mund. Er war dazu noch sehr trocken und manchmal trat ein brennendes Gefühl auf.

Es zeigten sich noch einige andere Symptome wie Kopfschmerzen, Ausschläge, vor allem am oberen Bereich des Kopfes und an meinem rechten Oberschenkel (Ich dachte, dass es dort eine Reaktion auf meine Autoschlüssel sei). Das Schlimmste war meine Müdigkeit. Später fand ich heraus, dass sich auch eine Gräserallergie entwickelt hatte und ich auf Essen mit hohem Nickelgehalt reagierte wie z.B. Nüsse, Soja oder Schokolade.

G zu S.: Wie haben Sie auf die erste Anfrage reagiert?

S: Sie kam per e-mail und so konnte ich zuerst ein wenig darüber nachdenken. Danach wollte ich wissen wie ernst die Anfrage ist und ob er noch auf andere Metalle allergisch reagiert.

K.: Herr Schmid nahm meine Anfrage von Anfang an ernst und war sehr interessiert. Ich habe viele Hornbauer kontaktiert, doch die einzige Hilfe die sie mir anbieten konnten, war eine äußere Vergoldung. Das hätte mir aber nicht viel geholfen, da ich durch das Instrument einatme und auf die nickelhaltige Luft allergisch reagiere - eine Angewohnheit die ich nicht ablegen konnte um weiterhin professionell zu spielen. Ich war an einem komplett nickelfreien Horn interessiert.

S: Ich sagte zu Herrn Kristiansen, dass, falls ich ein nickelfreies Horn baue, würde ich keine Kompromisse eingehen, d.h. ich würde alle nickelhaltigen Teile ersetzen. Als ich eine Liste der Teile erstellte, die alle ersetzt werden müssen, war ich selbst sehr überrascht, dass an einem Doppelhorn mehr als 40 Teile Nickel enthalten. Sogar die Stahlfedern, die Stahlachsen und die rostfreien Schrauben enthalten Nickel! Ich begriff, dass es sehr teuer sein würde all diese Teile durchweg mit der selben Präzision und ähnlicher Haltbarkeit zu ersetzen. Es war klar, dass ich die ganzen Mehrkosten nicht bei einem Horn verlangen konnte, und dass ich die Teile nicht nur für 1 Instrument machen oder bestellen konnte. Wir brauchten z.B. extra angefertigte Rohre für die Ventilbüchsen und für die Schleifen, was in sehr kleinen Mengen nicht möglich ist. Das alles zu organisieren war extrem zeitaufwendig. Als Beispiel, eine ganz normale Wasserklappe besteht aus 4 Teilen, die Nickel enthalten. In der Zeit, die wir in das nickelfreie Horn investierten, hätten wir 2 Tripelhörner bauen können, deren Material weniger gekostet hätte. Aber ich wollte Herrn Kristiansen helfen und versprach ihm, eine solches Horn zu bauen, komplett ohne Nickel.

MartinG zu K: Treten jetzt noch allergische Reaktionen auf?

K.: Wie ich vorher schon mal erwähnte, ist eine Lebensmittelallergie auf Nickel noch hinzugekommen, aber das kann ich kontrollieren. Solange ich meine Lust auf Schokolade und Nüsse im Griff habe, fühle ich keine allergischen Reaktionen mehr. Was mein Instrument betrifft, treten keine Symptome mehr auf und es ist schön, ohne die Fingerhandschuhe zu spielen. Herr Schmid hat mir sogar ein nickelfreies Etui und ein Gig Bag für das Flugzeug geliefert.

G. zu S.: Enthalten die Materialien die Sie benutzten, keine Spur von Nickel?

S.: Offensichtlich so gut wie keine, da sich bei Herrn Kristiansen überhaupt keine Reaktionen mehr zeigen. Aber die Zulieferer des Rohmaterials sagten, dass im Messing ein minimaler Anteil von 0,3 % sein kann. Ich teilte das Herrn Kristiansen mit und deswegen bestellte er ein Horn mit einem Sterling Silber Korpus, d.h. Becher, Schallstück, Anstoß, Mundrohr und Handschutz sind aus Sterling Silber (92,5% Silber, 7,5% Kupfer, keine Spur von Nickel). Diese Teile berührt man beim Horn am häufigsten. Wir versilberten die MS-Fingerplatten und Drücker und das ganze Horn wurde besonders sorgfältig lackiert, um zu garantieren dass man mit Sicherheit nicht mit Nickel in Berührung kommt. Ich persönlich denke, dass ein Messing-Korpus, der sorgfältig lackiert wird, in vielen Fällen auch schon helfen könnte.( L.K : Ich denke, dass dies in meinem Fall nicht geholfen hätte-auf der anderen Seite lackieren die meisten Instrumentenbauer ihre Instrumente nicht sorgfältig. Es hängt auch vom eigenen Schweiß ab. Ich kenne Leute deren Schweiß das Metall stark angreift.)

G. zu S.: Würde dann in vielen Fällen ein normales Horn mit Neusilberteilen aber mit intaktem Lack auch das Problem lösen?

S.: Nein, sicher nicht. Man kommt ja z.B. mit dem Öl das von den nickelhaltigen Stahlachsen kommt in Berührung, und ganz entscheidend ist die Luft, die man vom Inneren des Horns einatmet.

Engelbert-LarsG. zu K.: Wie hat das Instrument letztendlich funktioniert? Kommst Du gut damit zurecht?

K.: Ja, ich komme sehr gut zurecht. Es ist ganz anders im Vergleich zu meinem vorherigen Horn (Holton Farkas), auf dem ich immer gespielt habe, aber nach einer „Eingewöhnungsphase“ würde ich wirklich nicht mehr tauschen wollen. Ich finde, dass dieses Instrument ein Profihorn ist. Man kann sich auf die Intonation verlassen sowie auch auf die hervorragende Tonqualität, viel bessere Bindungen, es ist sehr einfach, schnell zu spielen, die Drücker sind gut plaziert. Ich hatte ein paar Probleme mit den Büchsen weil sie aus Messing sind aber wahrscheinlich muss ich erst lernen sie richtig zu ölen. Ich würde vorschlagen, dass ein Horn mit Titanbüchsen die optimale Lösung wäre. Dazu kommt, dass das Horn mit der MS, GM, Silberkombination sehr schön ausschaut. Das ist auch schon einigen meiner Kollegen aufgefallen. (S: Entscheidend für die Lauffähigkeit sind die Ventillager. Eine Titanbüchse wäre nicht praktikabel und würde an der Lauffähigkeit nichts ändern!).

G zu S.: Kommen die Eigenschaften seines Horns vom fehlenden Nickelanteils?

S.: Nein, überhaupt nicht. Herr Kristiansen hat einen weiten Sterling-Silber Becher bestellt, deshalb klingt es so. Es ist möglich, ein nickelfreies E.S.-Horn mit all den verschiedenen Klangvarianten zu bekommen (siehe Menüpunkt „Schallbecher“ in dieser Website). Die restlichen Eigenschaften sind typisch für Engelbert-Schmid Hörner. Die Herausforderung war, ein nickelfreies Horn zu bauen, das die selben akustischen und spielerischen Eigenschaften hat wie ein normales E.S. Doppelhorn. Momentweise gab es starke Versuchungen, mich auf Kompromisse einzulassen, die viel billiger gewesen wären, aber der Qualität des Horns schaden würden.

G. zu S.: Können Sie jetzt Ihre komplette Modellreihe nickelfrei bauen?

S.: Ja, es ist kein Problem auch ein Tripelhorn oder ein anderes Modell nickelfrei zu bauen. Da wir vom Becher bis zu den Ventilen alles selber machen, sind wir nun flexibel, jedes Modell nickelfrei zu bauen.


Brief einer kanadischen Kundin, die 2007 ein nickelfreies Horn gekauft hat:

Dear Engelbert Schmid,

after 6 months of playing on my sterling-silver, nickel-free horn, I wanted to write a note of thanks to you and your production team. Every day I admire your craftmanship and fall in love with this horn all over again. I have had no problems with my nickel-allergy since I began playing this instrument – it has given me back my carreer and my life, and I´m eternally grateful!

Lieber Herr Engelbert Schmid,

nachdem ich jetzt 6 Monate auf meinem nickelfreien Sterling-Silber-Horn spiele, wollte ich mich schriftlich bei Ihnen und Ihrer Mannschaft bedanken.Jeden Tag bewundere ich Ihr Handwerk und verliebe mich immer aufs Neue in das Horn. Ich hatte keine allergischen Reaktionen mehr seit ich mit diesem Instrument spiele – es hat mir meine Karriere und mein Leben zurück gegeben und ich bin für immer dankbar dafür!!

Wiener Horn

Wiener Horn

 Wienerhorn-in-F

 Wienerhorn in F (1.780 g)

Das Engelbert Schmid Wienerhorn ist insgesamt kein übermäßig leichtes Instrument. Leichtes Gewicht ist bei einem einfachen Horn nicht so wichtig wie bei Drehventil Doppel- und Tripelhörnern.

Ganz entscheidend ist aber die bewegte Masse bei den Ventilen. Engelbert Schmid ist es gelungen, diese auf unter 50% des üblichen Gewichtes zu reduzieren, d. h. es gibt keinerlei seitliches Klopfen beim Anschlag der Ventile, und die Maschine läuft absolut schnell, ganz ähnlich zur Geschwindigkeit von guten Drehventilen. Plötzlich ist dieses Wienerhorn ein technisch flinkes Instrument, mit den berühmten weichen Bindungen der „Wiener Pumpen“! Jetzt kann das Wienerhorn als Soloinstrument etabliert werden!

Wir empfehlen 5 Wasserklappen. 4 davon fungieren als sogenannte "Tonlöcher", die zur leichten Bedienung mit dem Daumendrücker verbunden werden. Sie können damit alle Spitzentöne absolut sicher anblasen! Mit demselben Daumendrücker, verbunden mit insgesamt 3 Wasserklappen, können Sie innerhalb von wenigen Sekunden praktisch das ganze Horn entwässern. 2 der 5 Wasserklappen haben also eine Doppelfunktion, - als Wasserklappe und als Tonloch.

Durch den computerberechneten Mensurverlauf stimmt das Instrument optimal, und es gibt nur gesunde Töne auf diesem Horn,

und Sie haben 2 einfache Hörner:

Ein Wienerhorn in F und ein Wienerhorn in B.

Alle Ventilzüge haben Zwischenstücke. Wenn man diese herausnimmt, steht das Wienerhorn in B! Der B-Aufsteckbogen hat eine gute Länge für ein konisches langes Mundrohr, sodass die B-Seite auch ein sehr gut stimmendes und klingendes Wienerhorn ist. Man hat also zwei vollwertige Hörner in einem! Übrigens sind die Längen der beiden Bögen und des Korpusses identisch mit der von klassischen Naturhörnern. Sie können also dieses Wienerhorn als Naturhorn mit allen Bögen Ihres Naturhornes benutzen.

Wienerhorn-in-B

Wienerhorn in B (1.600 g)

Instrumentenpflege

Ihr Original Engelbert Schmid Horn kann Sie bei richtiger Behandlung ein Leben lang begleiten, ja sogar ohne weiteres eine Lebensdauer von 100 oder mehr Jahren erreichen. Die wichtigste Faustregel heißt: Soviel wie nötig pflegen, aber vor allem nur von einem Instrumentenbauer überholen lassen, der weiß, was wichtig ist, und der auch das dazu nötige Werkzeug besitzt.

Grundsätzlich biete ich Ihnen ein kostenloses Nachjustieren der Ventile nach 3 bis 4 Monaten an. Für die weitere Pflege beachten Sie bitte:

  1. Die Ventillager alle vier Wochen von außen ölen! Mitteldünnes Öl, jeweils 1/2 Tropfen auf die Ventillagerungen oben und unten, auf die Scharniere und Drückerachsen. Geben Sie acht, dass kein Öl auf die Anschlagssilikons gelangt, damit sie nicht aufquellen oder sogar herausspringen. Wenn Sie die Ventillagerungen eventuell zu wenig ölen, gelangt Wasser und damit Kalk in die Lagerungen,-ein sehr schlechtes Gleitmittel-,die Ventile müssen hängen bleiben. Dies ist der Grund für ca. 90 % der Laufprobleme. Sie müssen in diesem Fall den Kalk entfernen lassen, nur durch Drehen des Ventils und Reinigen mit einem Tuch, nicht mit Säure. Wenn Sie die Ventillagerungen zuviel ölen, kriecht das Öl nach innen und macht die Maschine zähläufig. In diesem Fall haben Sie zwei Möglichkeiten: 
    1. Entweder das Ventil ausbauen, Kolben und Büchse mit einem Tuch reinigen, oder durch die Züge ins Ventil dünnes Öl tropfen lassen, ohne Zugfett mit einzuschwemmen. Sie müssen dies dann immer wiederholen. Das ist die einfachere Methode, weil Sie kein Gefühl für Dosierung entwickeln müssen. 
    2. Für Bläser mit alkalischem Speichel ist es von Vorteil, auch innen zu ölen, weil sich dann der Kalk nicht ansetzen kann.
  2. Das Mundrohr ca. alle 6 Monate mit einer Bürste reinigen ! Der Rest des Instruments muß normalerweise nicht gereinigt werden. 
    • Die Züge nachfetten, bevor das alte Fett vertrocknet ! Passen Sie auf, daß kein Fett in den inneren Mensurverlauf gelangt und schieben Sie die Züge beim Fetten mehrmals ganz rein, um die Kalkablagerung wegzuschieben.
  3. Die Schnüre vorsichtshalber jährlich einmal erneuern, ob nötig oder nicht. 
  4. Wenn die Mechanik zu laut wird und Sie dies durch Ölen nicht beheben können, bitte baldmöglichst zum Instrumentenbauer gehen ! Das Wichtigste bei jeder Reparatur ist, daß die Ventillagerungen der Antriebsseite auf der ganzen Zapfenlänge eingezogen werden. Dazu braucht der Instrumentenbauer einen Einziehapparat. Die üblichen Einziehhülsen genügen nicht, da sie nicht auf der ganzen Länge einziehen. Eventuelles Höhenspiel muß durch Nachsetzen des Lagerdeckels Schraubdeckelseite beseitigt werden. Zu starker Kalkbelag wird durch Drehen des Ventilkolbens ohne Lagerdeckel Schraubdeckelseite mit Öl zermahlen und mit einem Tuch entfernt. Die verbleibende Kalkschicht und die dunkle Oxidschicht sollen bleiben. Das Reinigen der Ventilkolben in einem Säurebad ist falsch. Nie müssen die Dichtungsflächen eingeschliffen werden und sie dürfen auch keinesfalls abpoliert werden. 
    • Mißhandelte Ventilkolben können jedoch bei Original E.S. Hörnern durch neue ersetzt werden.
  5. Trotz sorgfältigster Entfettung und Trocknung vor dem Lackieren können sich in Einzelfällen schwarze Flecken unter dem Lack entwickeln, z. B. im Becherrand. Der Grund dafür ist, dass Reste von Flüssigkeiten als Gas entweichen wollen, vom Lack eingeschlossen sind und sich zwischen Metall und Lack immer größer ausbreiten. Wenn Sie so einen Fleck schon im Entstehen mit einer Nadel aufstechen, wächst er nicht mehr. Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten und der Tatsache, dass wir die Lackierung nicht selber durchführen, können wir auf die Lackierung keine Garantie geben.

          Lassen Sie bitte Punkt 4 den Instrumentenbauer Ihres Vertrauens lesen.

Ihr
Engelbert Schmid

 

Empfohlene Zugstellungen für die B- und F-Seiten, erhöhbar auf H/Fis und vertiefbar auf A/E

B/F: Hauptstimmzug nach Bedarf ausziehen (z.B. 10 mm).

F-Zug bis l. Markierung + Bedarf (z.B. 5 mm über l. Markierung).

1.B-Zug 10 mm
2. B-Zug 5 mm
3. B-Zug 10 mm
1. F-Zug 14 mm
2. F-Zug nicht ausziehen
3. F-Zug nicht ausziehen


H / Fis: Hauptstimmung ohne Zwischenstück nach Bedarf (z.B. 10 mm).

Fis-Zug nach Bedarf (z.B. 5 mm). Alle Ventilzüge ganz reinschieben.

A/E: Zwischenstück und Hauptstimmzug je bis zu den Markierungen + einmal Bedarf (z.B. 10 mm).

E-Zug bis zur 2. Markierung + Bedarf (z.B. 5mm).

1. B-Zug 20 mm
2. B-Zug 10 mm
3. B-Zug 25 mm
1. F-Zug 28 mm
2. F-Zug 7 mm
3. F-Zug 21 mm